Von sexistischen Frauenärztinnen, die wegkönnen.

Ich habe gerade meine Frauenärztin gewechselt. Sie war der Ansicht, dass ich als Frau ja schon einmal „meine Mutterinstinkte“ üben könne, indem ich meinem Mann „eine ordentliche Hühnersuppe“ koche. Außerdem sei ich ja so schön schlank, da dürfe ich nicht so viel zunehmen in der Schwangerschaft, 15 kg wären da schon zu viel. (Die Sache mit der Gewichtszunahme läuft für mich unter präventivem Fatshaming und Entmündigung, zudem ist sie schlichtweg falsch.)

Ibuprofen während der Schwangerschaft ginge ja gar nicht, nein, auch nicht im 1. und 2. Trimester. Embryotox? Nein, sie verwendet lieber eine andere Datenbank mit weniger Daten. (Danach folgte eine Aufzählung schlimmster Missbildungen, die bei Ibuprofeneinnahme folgen können. Wohlweislich unterschlug sie, dass das für die Einnahme im 3. Trimester gilt.)

Sie überging übrigens auch die Info, wann genau ich Eisprung hatte (2 Tage später als sonst in meinem Zyklus zu erwarten) und wunderte sich lieber über den „etwas zu kleinen Fötus“.

Ja, und Kopfschmerzen? Die könne man ja „wegatmen“. Oder mit einem Waschlappen behandeln. Mir blieb das Lachen im Halse stecken. Sie hatte mich nicht einmal nach der Intensität meiner Kopfschmerzen gefragt.

Ja, wirklich, das hat sie alles gesagt.

Ich gehe jetzt zurück zu meiner alten Frauenärztin, die zwar deutlich weiter weg ist, die mich aber ernst nimmt. Und mir zuhört.

Potzblitz. Revolutionär.

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